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Karl rahner - Superstar Satans
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Karl Rahner Superstar SatansWer sich mit V2 beschäftigt, wird sehr bald auf den Namen Karl Rahner (05.03.1904 - 30.05.1984; Bild 11 KB) stoßen; weil er auch 14 Jahre nach seinem Tod noch in aller V2-Munde ist, ist es höchste Zeit, seinem hohen Ansehen das verdiente Ende zu setzen. Einige Informationen zu Rahner: Seine erste große Arbeit "Geist in Welt" wurde als Doktorarbeit abgelehnt, und unter den letzten Päpsten war Rahners in seinem Treiben gebremst, wenngleich leider nicht hinreichend, d.h. er durfte als Hochschullehrer wirken; 1949 wurde er ordentlicher Professor für Dogmatik in Innsbruck; später dozierte er außer in München auch in Chur.
Rahners große Stunde schlug bei der
"Befreiung" von der Vernunft auf V2, wo die gottlosen Phantastereien
illustrer Kirchenhasser als Lehre der Kirche ausgegeben wurden. Die
Kirchenhasser waren durch mehrere einflußreiche
Extremisten vertreten, etwa Joseph Ratzinger und
Hans
Küng (King Küng) im V2-Umfeld trat
die Gestalt von Josemaría
Escrivá de Balaguer,
Gründer des Opus Dei, hervor, der in der ideologischen Vorbereitung
und Umsetzung von V2 eine entscheidende Rolle spielte.
Rahner als Dienstältester und Lehrer
williger nachäffender Häretiker auf V2 kann aber - um in einem
vielgebrauchten Bild zu sprechen - als
der eigentliche "Geist des Konzils" gelten, also als derjenige, von
dem die teuflischen Einflüsterungen maßgeblich ausgingen; vgl. dazu
das Buch "Der Rhein fließt in den Tiber. Eine Geschichte des Zweiten
Vatikanischen Konzils" von P. Ralph M. Wiltgen
S.V.D., Feldkirch
(2) 1988: "Da die Stellungnahme der deutschsprachigen Bischöfe
regelmäßig von der europäischen Allianz übernommen wurde und da die
Stellungnahme der Allianz im allgemeinen vom Konzil übernommen
wurde, hätte ein einzelner Theologe erreichen können,
daß das ganze Konzil seine Ansichten
übernimmt, falls sie von den deutschsprachigen Bischöfen übernommen
worden wäre. Einen solchen Theologen gab es: P. Karl
Rahner S.J."
(S. 82). Kardinal Frings bezeichnete Rahner
in einem Privatgespräch als "den größten Theologen des Jahrhunderts"
(ebd.). Eine gute Übersicht über die wüsten Theorien Rahners gibt sein Buch "Grundkurs des Glaubens. Einführung in den Begriff des Christentums" [GK], Freiburg (3(Sonderausgabe))1984. Welche Bedeutung dem GK zukommt, lassen bereits die Stellungnahmen erkennen, die auf dem Buchrücken abgedruckt sind. So schrieb Karl Lehmann, damals schon V2-"Bischof": "In der Mitte seiner Spiritualität lebt eine große Leidenschaft für die Unermeßlichkeit und Unbegreiflichkeit dessen, was wir 'Gott' nennen. Aus diesem stets lebendigen Quellgrund schöpft Karl Rahners Theologie immer wieder ihre ganze Dynamik, zerbricht sie immer wieder die Krusten aller theologischen Begriffe und findet stets wieder zurück in eine sie verjüngende Unerschöpflichkeit des Denkens ...". "Aufbruch verkrusteter Strukturen" ist ja ein erklärtes Ziel der V2-Sekte; es gilt, z.B. das Zölibat, die Beschränkung des Priestertums auf Männer, Sakramente im allgemeinen etc. "aufzubrechen", zu "überwinden" und abzuschaffen. Man beachte: Rahner redet über etwas, was die V2-Leute "Gott" nennen! Ein anderer Fan des Großmeisters Rahner ist "Kardinal" Joseph Ratzinger, der über den GK sinniert: "Ein großes Buch ... Man muß dankbar sein, daß Rahner als Frucht seiner Bemühungen diese imponierende Synthese geschaffen hat, die eine Quelle der Inspiration bleiben wird, wenn einmal ein Großteil der heutigen theologischen Produktion vergessen ist." Ähnlich überschwenglich lobt Johannes Baptist Metz, der die gescheiterte "Doktorarbeit" Rahners "Geist in Welt" mit voller Zustimmung des Großmeisters überarbeitete, der mit Herbert Vorgrimler (s. die Leserbriefe vom 18.04.98) zu den einflußreichsten Rahner-Schülern gehört und ebenso wie Vorgrimler an der Universität Münster unter dem Schutz und Schirm von "Bischof" Reinhard Lettmann die Welt vergiftete: "Wer sich, mit Rahner vertraut, hier nochmals durch seine ganze Theologie führen läßt, oder wer sich, in kritischer Geduld, erstmals in ihn hineinliest: es lohnt sich für die Treuen ebenso wie für die Neuen. Sie alle nämlich lernen schon jetzt kennen, was man später einmal die einzige 'theologische Summe' dieser Zeit nennen wird, die diesen Namen verdient." Der verantwortliche Herder-Verlag, der u.a. auch die Bücher für die V2-"Liturgie" und die Machwerke von Eugen Drewermann veröffentlicht, pries diesen Schmöker Rahners gar als "die theologische Summe seines ganzen Lebens" an, auch wenn Rahner das wohl etwas anders sah: "Wenn hier eine Einführung gegeben wird, dann darf der Leser auch nicht erwarten, daß dieses Buch eine abschließende Zusammenfassung der bisherigen theologischen Arbeit des Verfassers sei. Das ist es nicht, und das will es nicht sein" (GK 9). Private Erfahrungen bestätigen den hohen Stellenwert, den der GK in der Konzilssekte hat. Bereits in der Schulzeit wurde uns der GK von unserem Religionslehrer empfohlen, einem Ordenspriester (OSFS) - der übrigens einige Jahre später eine "geschiedene" Frau geheiratet hat -, weswegen wir diesen Schinken bereits vor unserem Wehrdienst zum ersten Mal gelesen hatten. Während des Studiums sagte uns ein V2-"Professor" einmal unter vier Augen: "Lesen Sie den 'Grundkurs des Glaubens' von Rahner und halten Sie sich daran, dann haben Sie alles, was wichtig ist." - In der Tat ist der GK ein nützliches Buch für all diejenigen, die ihren Verstand an der Garderobe abgegeben haben und einen Guru suchen, der ihnen den letzten Rest von wahrem Glauben austreibt. Für uns hingegen war es eine beständige Aufgabe, andere von Rahners antikirchlicher Gesinnung zu überzeugen; Rahners Elaborate erzwangen also eine an sich unnötige Zusatzarbeit. Aber die geistlosen Wiederkäuer an den "theologischen" Fakultäten ließen sich von ihrem Rahner nicht abbringen; wenn schon nicht Rahner-Anhänger aus Überzeugung, dann wenigstens aus Opportunismus - wer traut sich schon, einem V2-"Theologen" wahrheitsgemäß ins Gesicht zu sagen, daß Rahner ein in jeder Hinsicht platter und primitiver Häretiker ist? Aus eigener Erfahrung können wir sagen, daß ein Student, der Kritik an Rahner übt, sich in erhebliche Schwierigkeiten bringen kann, weil das Faustrecht erst recht im Studium gnadenlos von den Konzilssektierern angewendet wird. Verbale Blähungen
Sprachlich liegt
Rahner unter jeder Kritik; sein Bruder
Hugo Rahner, ein V2-Karrieremensch, soll
einmal gesagt haben: "Ich muß die
Schriften meines Bruders Karl ins Deutsche übersetzen." Ob er das
nun wirklich gesagt hat oder nicht - sehr viele "Theologen" und
v.a. "Theologie"-Studenten
sind der Meinung, Rahners Texte seien
schwer zu verstehen; z.B. dient der Begriff "Rahnerismus"
als Bezeichnung für komplizierte sprachliche Fassungen theologischer
Positionen. Ein Blick in das Vorwort lohnt sich allemal: Die ersten Bemerkungen Rahners signalisieren bereits, daß hier mit der katholischen Lehre Schluß gemacht werden soll. Wie man es nicht nur aus theologischer Literatur kennt, wird zunächst die Frage gestellt: "An wen wendet sich dieses Buch?" Darauf könnte dann z.B. die Anwort kommen: An den Pfarrer / Beichtvater, den Theologen mit einem bestimmten Spezialgebiet, den Studenten, den interessierten Laien etc. Überraschend ist aber Rahners Antwort auf die Frage nach der Zielgruppe des Buches: "Das ist eine Frage, die sein Verfasser selbst nicht leicht zu beantworten vermag" (GK 5). Dankenswerterweise gesteht Rahner ein, daß das, was auf den Leser wartet, "langweilig" (GK 5) ist; Rahners Anspruch, eine "Einführung im Rahmen einer intellektuellen Überlegung" zu bieten, ist angesichts der durchgängigen Niveaulosigkeit jedoch maßlos übertrieben. Wie grenzenlos öde die Lektüre des GK ist, läßt ein kurzes Geständnis Rahners im Zusammenhang mit seiner "Christologie" erahnen: "Diese einzelnen Überlegungen können und wollen nicht vermeiden, daß sie sich teilweise überschneiden und gleichzeitig doch die eine Wirklichkeit Christi von sehr verschiedenen Ausgangspunkten her anvisieren. Wiederholungen also, die immer wieder aufs neue das Ganze der Christologie in immer neuen Ansätzen aussagen, werden nicht vermieden, auch wenn sie die Geduld des Lesers stark in Anspruch nehmen" (GK 179). Bei über 180.000 Wörtern eine große Geduldsprobe!
Rahner wärmt
nur sehr unbeholfen alte Irrlehren wieder auf, was auf einen äußerst
schwachen Intellekt schließen läßt.
Geradezu infantil wirkt die selbstherrliche Behauptung
Rahners, etwas Neues geleistet zu haben.
"Neu" ist Rahners Arbeit allenfalls in
dem Sinne, daß sie die katholische Lehre
verlässt, also einen anderen (aber nicht
originellen) und damit notwendig falschen Weg einschlägt: "Auf der
einen Seite soll
nicht einfach katechismusartig und in den traditionellen
Formulierungen wiederholt werden, was das Christentum verkündigt,
sondern es soll diese Botschaft - soweit es in einem solchen Versuch
möglich ist -
NEU VERSTANDEN
[Hervorhebung PRHL] und auf einen
'Begriff' gebracht werden" (GK5). Der Fehler im Prinzip: Der Mensch als Maß aller Dinge
Wer ein Fachbuch für
dogmatische Theologie zu Rate zieht, wird feststellen,
daß die einzelnen Themenbereiche immer
von Gott her gesehen werden: Der Eine und Dreifaltige Gott, Gott der
Schöpfer, Gott der Erlöser etc.; Rahner
hingegen sieht alles vom Menschen her; der erste der insgesamt neun
Abschnitte des GK dreht sich um den "Hörer der Botschaft", und auch
noch die drei nächsten Abschnitte stellen bereits im Titel den
Menschen in den Mittelpunkt: "Der Mensch vor dem absoluten
Geheimnis", "Der Mensch als das Wesen der radikalen
Schuldbedrohtheit", "Der Mensch als das Ereignis der freien,
vergebenden Selbstmitteilung Gottes". Faktisch dreht sich das ganze
Buch im wesentlichen nur um den Menschen, Gott wird nur ganz am
Rande in Rahners "Theologie" erwähnt,
die damit diese Bezeichnung beim besten Willen nicht mehr verdient.
Gott als "heiliges Geheimnis"Die zentrale Botschaft Rahners liegt in dem Begriff vom "anonymen Christen", also der Häresie, daß jeder Mensch im Grunde Christ ist, ob er es nun weiß (thematisch) oder nicht weiß (unthematisch / anonym). Hat man diese Ungeheuerlichkeit verdaut, hat man eigentlich den ganzen Rahner verstanden; diese billige Phantasterei macht die vermeintlich großartige wissenschaftliche Leistung Rahners aus. Bei jedem Menschen "ist Gotteserkenntnis schon immer unthematisch und namenlos gegeben - und nicht erst dann, wenn wir anfangen, davon zu reden. Alles Reden darüber, das notwendig geschieht, ist immer nur ein Verweis auf diese transzendentale Erfahrung als solche, in der sich immer der, den wir 'Gott' nennen, schweigend dem Menschen zusagt - eben als das Absolute, Unübergreifbare, als das nicht eigentlich in das Koordinatensystem einrückbare Woraufhin dieser Transzendenz, die als Transzendenz der Liebe auch eben dieses Woraufhin als das heilige Geheimnis erfährt" (GK 32). Innerhalb dieser Theorie kann ein Muslim jeden Menschen als "anonymen Muslim", ein Buddhist jeden Menschen als "anonymen Buddhisten" sehen etc. Und da Gott eben nur schweigt, ist es ja auch egal, ob man sich nun als Christ, Muslim, Buddhist o.a. bezeichnet: Gott ist nach Rahner "das unumgreifbare, schweigend zu verehrende Geheimnis" (GK 417). Beten verboten!
Gott ist in Rahners Phrasendrescherei zu
einer Konfusionswolke verkommen, weswegen
Rahner nicht über die in der katholischen Dogmatik zentralen
Eigenschaften Gottes (Erkennen, Wissen, Wollen etc.) spricht;
Rahner interessiert sich nur für den
Menschen. Jesus Christus - nur "wahrhaft Mensch"Rahner räumt radikal mit der Theologie vom Gottmenschen auf, insofern man gemäß katholischer Lehre über Jesus Christus als vom wahren Gott und wahren Menschen spricht. Diese Einzigartigkeit Christi darf es nach Rahner nicht geben - sonst wäre es ja nicht völlig egal, ob man an Christus glaubt oder nicht. Nach Rahner ist jeder Mensch ein Gottmensch: "Der Gottmensch ist der erste Anfag des endgültigen Gelungenseins, der Bewegung der Selbsttranszendenz der Welt in die absolute Nähe zum Geheimnis Gottes. Diese hypostatische Union darf im ersten Ansatz nicht so sehr als etwas gesehen werden, was Jesus von uns unterscheidet, sondern als etwas, was einmal und nur einmal geschehen muß, wenn die Welt beginnt, in ihre letzte Phase einzutreten" (GK 183). Der Begriff "hypostatische Union" (hypostasis - Grundlage / Wesen) ist Gegenstand der unfehlbaren kirchlichen Lehre: "Die göttliche und die menschliche Natur sind in Christus hypostatisch, d.i. in der Einheit der Person, miteinander verbunden" (L. Ott, Grundriß der katholischen Dogmatik, Freiburg (10)1981, 174). Nach Rahner ist diese gelungene Selbstverwirklichung Jesu der - logischerweise nur einmal gegebene - notwendige Anfang einer notwendigen Selbstverwirklichung der gesamten Welt. Jesus ist nur ein Mensch, zwar einer, der einen Anfang machte, aber diesen Anfang machte er notwendig - damit in keiner Hinsicht mehr verdienstvoll -, und jeder andere Mensch verwirklicht sich - ebenfalls notwendig - selbst. "Durch das christliche Dogma von der Inkarnation soll also ausgesagt werden: Jesus ist wahrhaft Mensch mit allem, was damit gesagt ist, mit seiner Endlichkeit, Weltwirklichkeit, Materialität und seiner Partizipation an der Geschichte dieses Kosmos in der Dimension des Geistes und der Freiheit, an der Geschchte, die durch den Engpaß des Todes hindurchführt" (GK 197). Jesus ist für Rahner schlechterdings nichts Besonderes: "Die These, die wir anstreben, geht dahin, daß die unio hypostatica, wenn auch als in ihrem eigenen Wesen einmaliges und in sich gesehen höchstes denkbares Ereignis, doch ein inneres Moment der Ganzheit der Begnadigung der geistigen Kreatur überhaupt ist" (GK 201). "Und eben dies sagt die unio hypostatica, dies und eigentlich nichts anderes: In dieser menschlichen Möglichkeit Jesu ist der absolute Heilswille Gottes, das absolute Ereignis der Selbstmitteilung Gottes an uns samt ihrer Annahme als von Gott selber bewirkte eine Wirklichkeit Gottes selbst, unvermischt, aber auch untrennbar und darum unwiderruflich. Aber diese Aussage ist gerade die Zusage der Gnade der Selbstmitteilung Gottes an uns" (GK 202). Abschaffung der Erbsünde
Natürlich ist ein bloßer
Mensch wie Jesus, der nur sich selbst verwirklicht, keine
Erlöserfigur; die braucht man aber laut Rahner
auch gar nicht, weil es keine Erbsünde in
Rahners Vorstellungen gibt. Rein formal fällt bereits die
Tatsache auf, daß
Rahner den Begriff "Erbsünde" immer in Anführungszeichen
setzt, weil er ihn für "mißverständlich"
hält: "Man könnte nun Theologie und Verkündigung der Kirche kritisch
befragen, warum sie ein so mißverständliches
Wort benutzt. Darauf wäre zunächst zu antworten,
daß man das Bleibende, Gültige und den
existenziellen Sinn des Dogmas von der Erbsünde durchaus auch ohne
dieses Wort aussagen könnte" (GK 118). Rahner
lehnt vehement das Dogma über die Erbsünde ab, wenn er schreibt:
"Die 'Erbsünde' besagt selbstverständlich nicht,
daß die personale ursprüngliche
Freiheitstat am eigentlichen Ursprung der Geschichte in ihrer
sittlichen Qualität auf die Nachkommen übergegangen sei" (GK 116).
Rahner wiederholt sich auch dabei
penetrant: "'Erbsünde im christlichen Sinne besagt in keiner Weise,
daß die personale, ursprüngliche
Freiheitstat des oder der ersten Menschen als unsere sittliche
Qualität auf uns übergehe" (GK 117). Die unfehlbare Lehre der Kirche
spricht aber eine ganz andere Sprache: "Wer behauptet: Adams
Sündenfall hat nur ihm, nicht aber seiner Nachkommenschaft Schaden
zugefügt, und er hat die von Gott empfangene Heiligkeit und
Gerechtigkeit, die er verloren hat, nur für sich, nicht aber auch
für uns verloren; oder: befleckt durch die Sünde des Ungehorsams,
hat er nur den Tod und die körperlichen Strafen auf das ganze
Menschengeschlecht übertragen, nicht aber auch die Sünde, die der
Tod der Seele ist: der sei ausgeschlossen" (D 789; NR 222). Wenn es aber keine Erbsünde gibt, wozu dann noch eine Taufe? Diese Frage kann Rahner natürlich nicht mehr logisch beantworten. In der Tat kommt in Rahners Ausführungen über die Taufe der Begriff der Erbsünde nicht mehr vor; zwar spricht Rahner noch von der Eingliederung in die Kirche, aber wozu sollte diese Eingliederung gut sein, wenn doch eh alles egal ist? "Die Zugehörigkeit zur Kirche, die Kirchengliedschaft ist die erste und unmittelbarste Wirkung dieses Initiationssakramentes... Begnadet wird der Mensch zu seinem eigenen Heil in der Taufe, insofern er Glied der Kirche in ihr wird" (GK 400). Weil aber nach Rahner mit der Kirchenzugehörigkeit nur "thematisiert" wird, was "unthematisch" oder "anonym" schon immer und überall gegeben ist, ist der Begriff der Gnade auch in dieser Hinsicht fehl am Platze. Zur Verdeutlichung noch einmal die unfehlbare Lehre der Kirche: "Wer behauptet: Diese Sünde Adams, die in ihrem Ursprung eine ist und durch die Abstammung, nicht durch Nachahmung, übertragen, allen innewohnt und jedem zu eigen ist, kann durch die Kräfte der menschlichen Natur oder durch ein anderes Heilmittel hinweggenommen werden, als durch das Verdienst des einen Mittlers, unseres Herrn Jesus Christus, der uns in seinem Blut mit Gott wiederversöhnt hat, 'da er für uns Gerechtigkeit, Heiligung und Erlösung wurde' (1 Kor 1,30); oder wer leugnet, daß eben dies Verdienst Jesu Christi, durch das Taufsakrament, das richtig in der Form der Kirche gespendet wird, den Erwachsenen sowohl wie den Kindern mitgeteilt wird: der sei ausgeschlossen" (D 790; NR 223). Wozu Kirche?
Damit auch der Dümmste noch
versteht, daß die Zugehörigkeit zur
Kirche nach Rahner nicht heilsnotwendig
ist, hämmert der Großmeister gerade diesen Punkt seinen Lesern bis
zum Erbrechen ein: "Wegen des allgemeinen Heilswillens Gottes hat
der Christ kein Recht, das faktische Ereignis des Heils auf die alt-
oder neutestamentliche explizite
Heilsgeschichte zu begrenzen: trotz des theologischen Axioms - das
von den Kirchenvätern bis in unsere Zeit gilt -,
daß außerhalb der Kirche kein Heil sei"
(GK 152). Ist Jesus auferstanden?
"Wir verfehlen von
vornherein den Sinn von 'Auferstehung' im
allgemeinen und auch bei Jesus, wenn wir uns ursprünglich an
der Vorstellung einer Wiederbelebung eines physisch-materiellen
Leibes orientieren. [...] Wenn die Auferstehung Jesu der
eschatologische Sieg der Gnade Gottes in
der Welt sein soll, kann sie gar nicht ohne den faktisch erreichten
(wenn auch freien) Glauben an sie selbt
gedacht werden, in dem ihr eigenes Wesen erst zur Vollendung kommt.
In diesem Sinne kann man ruhig und muß
man sagen, daß Jesus in den Glauben
seiner Jünger hinein aufersteht" (GK 262f). Das Ungeheuerliche an Rahners These tritt vollends vor Augen, wenn man bedenkt, daß die Frage nach der Auferstehung Christi für das Christentum von ALLES entscheidender Bedeutung ist: "Wenn aber gepredigt wird, daß Christus von den Toten auferstanden ist, wie können dann einige von euch behaupten, es gebe keine Auferstehung der Toten? Gibt es keine Auferstehung der Toten, so ist auch Christus nicht auferstanden. Ist aber Christus nicht auferstanden, dann ist unsere Predigt hinfällig und hinfällig auch euer Glaube. Dann stehen wir als falsche Zeugen Gottes da: Wir haben gegen Gott bezeugt, er habe Christus auferweckt, den er doch nicht auferweckt hat, wenn die Toten überhaupt nicht auferstehen. Denn wenn die Toten nicht auferstehen, so ist auch Christus nicht auferstanden. Ist aber Christus nicht auferstanden, so ist euer Glaube nichtig; dann seid ihr noch in euren Sünden, und auch die in Christus Entschlafenen sind verloren. Wenn wir nur in diesem Leben unsere Hoffnung auf Christus setzen, dann sind wir die beklagenswertesten unter allen Menschen" (1 Kor 15, 12-20). Das ewige LebenDa Christus laut Rahner nicht auferstanden sein soll, dürfen wir auch keine katholische Eschatologie [Lehre von den letzten Dingen] bei Rahner erwarten. Eschatologie ist nach Rahner nur noch "die Lehre vom Menschen, insofern er das auf die absolute Zukunft, Gott selbst, geöffnete Wesen ist. Es zeigt sich, daß eine solche christliche Eschatologie gar nichts anderes ist als die Wiederholung all dessen was bisher gesagt worden ist" (GK 414) O weh, noch mehr von diesen endlosen Wiederholungen des ewig gleichen Unfugs! Also: Nichts mit Himmel und erst recht nichts mit Hölle! "Durch den Tod - nicht nach ihm - ist die getane Endgültigkeit des frei gezeitigten Daseins des Menschen. Es ist, was geworden ist, befreite Gültigkeit des einmal Zeitlichen, das in Geist und Freiheit wurde und darum Zeit bildete, um zu sein, nicht eigentlich, um weiterzudauern in Zeit. Denn sonst würde es ja gerade in einer Weise existieren, die gar nicht Endgültigkeit wäre, sondern eine offene Zukunft zeitlicher Art vor sich hätte, in der alles noch einmal uferlos anders werden könnte" (GK 420). Es gibt nur ein Weiterleben in der Erinnerung, nicht aber ein Dasein in ewiger Glückseligkeit oder gar ewiger Verdammnis. Nur in diesem Sinne der Erinnerung hat etwas Bestand: "Aber wo solche freie Tat einsamer Entscheidung in absolutem Gehorsam vor dem höheren Gesetz oder in einem radikalen Ja der Liebe zur anderen Person getan wird, geschieht ein Ewiges und wird der Mensch als ein seiner Gleichgültigkeit und der Zeit und ihres bloßen Weiterfließens Enthobener unmittelbar erfahren" (GK 421f). Nicht Erlösung, nur Selbstverwirklichung ist der Kern Rahnerscher Visionen. Somit kann das Dogma von der Auferstehung des Fleisches auch nur noch als Bild, als Mythos herhalten: "Diese Ewigkeit bringt nach der Offenbarung der Schrift die Zeitlichkeit des einen ganzen Menschen ein in ihre Endgültigkeit, so daß sie auch Auferstehung des Fleisches genannt werden kann" (GK 423). Christus hat bei Rahner ja ohnehin nichts zu melden, und in Rahners Eschatologie wird Christus konsequenterweise totgeschwiegen; biblische Aussagen sind nach Rahner eben nur Mythen (cf. GK 416). In der unfehlbaren christlichen Lehre sieht das alles aber völlig anders aus: "Er [Jesus Christus] wird kommen am Ende der Welt zum Gericht über Lebende und Tote, einem jeden zu vergelten nach seinen Werken, den Verworfenen wie den Auserwählten. Diese werden alle mit dem eigenen Leib, den sie hier tragen, auferstehen, damit die einen mit dem Teufel die ewige Strafe, und die andern mit Christus die ewige Herrlichkeit empfangen, je nach ihren guten oder schlechten Werken" (D 429; NR 813). Carolus Haereticus MaximusBereits diese wenigen Beispiele genügen restlos, um das Kapitel Rahner als endgültig erledigt abzutun; wer Rahner und V2 glaubt, gehört zu den "beklagenswertesten unter allen Menschen" (1 Kor 15,20). Karl Rahner hat sein Leben dem energischen Kampf gegen Gott und Seine Kirche gewidmet.
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Letzte Änderung: 06-03-2006